Ein Spaziergang über den Salone del Gusto und Terra Madre

Ausgehend vom Essen, das die Welt verändert, beginnen wir unseren Rundgang auf dem Markt, der die Tore zu den Lebensmittelbündnissen – erkennbar an den grünen Ständen – öffnet: Man findet hier nicht nur einzigartige Produkte, sondern auch die Geschichten von denen, die sie anbauen, züchten und verarbeiten und damit Produktionsmethoden fördern, die auf die Umwelt und soziale Gerechtigkeit achten.

Drei Messehallen des Lingotto (1, 2 und 3) sind dem italienischen Markt gewidmet: Er umfasst über 200 Produkte von Slow Food Presidi, Terra Madre-Lebensmittelbündnissen und Hunderten der schon bekannten Aussteller, die den Salone im Laufe der Jahre mitgestaltet haben. Die Messe- und Verkaufsstände sind nach Regionen geordnet. Jedes Gebiet widmet sich einem besonderen Thema, das vom regionalen Netzwerk von Slow Food gewählt wurde. So hat der Besucher die Chance, die lokale biologische und gastronomische Vielfalt kennenzulernen, Erzeuger und Lebensmittelhandwerker persönlich zu treffen und sein Wissen über die interessantesten Produktketten zu vertiefen. In vielen Gebieten spielen auch die Institutionen eine wichtige Rolle. Apulien wird zu einem Treffpunkt für Getreide- und Ölerzeuger, an dem sich Lebensmittelbündnisse aus aller Welt beteiligen. Latium konzentriert sich auf die Sensibilisierung für Wiederverwertung und eine Küche ohne Verschwendung; die Lombardei stellt die Geschmacksbildung für die Jüngsten, und im Bereich Sizilien geht es um die Transparenz der Weinetiketten dank neuer Technologien und die Avantgarde junger Winzer, die an eine Zukunft im biologischen und biodynamischen Weinbau glauben.

Messehalle 2 beherbergt auch die Sponsorenbereiche der Veranstaltung und den Slow Food-Stand, an dem man an Präsentationen und Konferenzen teilnehmen und in den neuesten Veröffentlichungen des Verlags Slow Food Editore blättern kann.

Das angrenzende Oval ist Schauplatz des internationalen Marktes. Dort kann man zahlreiche unbekannte Produkte verkosten, die Protagonisten aus dem Netzwerk der Lebensmittelbündnisse treffen, Projekte und Kampagnen von Slow Food weltweit sowie die Stände der Slow Food Presidi und der Märkte der Erde entdecken.

Auf dem Markt wird verkostet, gewählt und gelernt! Um die Besucher über den Markt und von Stand zu Stand zu führen, stehen die Personal Shopper bereit, Studenten der Universität der gastronomischen Wissenschaften, die Tipps und Tricks für schmackhafte und gesunde Gerichte weitergeben oder die Besucher bei der Entdeckung von gastronomischen Geheimnissen aus den verschiedenen italienischen Regionen und der Geschichte von einigen kulinarischen Aushängeschildern begleiten.

Für Jung und Alt organisiert Slow Food Bildungsangebote, spielerische Workshops und echte Geschmackserziehungskurse, in denen man lernt, bewusst zu wählen, die Neugier zu wecken und den kulturellen Wert unserer Speisen zu entdecken. Treffpunkt ist das Oval mit der Ludothek und der Lehrküche, in der die Kurse des Master of Food zu Themen wie Küche ohne Abfall und Gemüsebau stattfinden.

Ihr Debüt beim Salone del Gusto und Terra Madre gibt dieses Jahr die Piazza della Pizza, Bindeglied zwischen Halle 3 und dem Oval, bei der die Allianz von Pizzabäckern und den Slow Food Presidi im Mittelpunkt steht.  Tradition und Innovation sind die Themen, denen sich 20 Pizzabäcker aus ganz Italien beim Salone stellen, wenn sie am laufenden Band die beste neapolitanische Pizza – mit Produkten der Presidi und weiteren erstklassigen Zutaten – aus dem Ofen holen.

Schon zur Tradition geworden sind die Straßenküchen mit ihren schnellen Häppchen aus originellen Spezialitäten, die man genießt während man weiter durch die Stände schlendert. So kommt man zur Vinothek, die sich ebenso zwischen Lingotto und Oval befindet. Mit den mehr als 1.200 Etiketten von italienischen Weingütern, die am Projekt Wein von Slow Food teilnehmen, garantiert die Vinothek eine Reise durch Italien „mit dem Glas in der Hand“.

Die Welt ändert sich auch dank des Verhaltens von Verbrauchern, Köchen und Erzeugern: Die Konferenzen, bereichert von den Beiträgen der Terra-Madre-Lebensmittelbündnisse, sind eine Gelegenheit, um die Debatte über den Einfluss unserer Konsumentscheidungen auf die Zukunft des Planeten und auf die Gesundheit zu eröffnen. Und nicht nur das: Man spricht auch über Klimawandel, urbane Gärten, erneuerbare Energien und vieles andere. Zahlreich sind auch die Themen in den Veranstaltungen, die von der Slow Food Stiftung für biologische Vielfalt im Oval organisiert werden – von den internationalen Projekten bis zur Präsentation neuer Lebensmittelbündnisse.

 Unser Rundgang endet im Oval mit der Ausstellung Essen, das die Welt verändert, die in Turin Station macht, nachdem sie bereits in Tours (Frankreich), Bilbao (Spanien) und Riga (Lettland) zu sehen war. Sie umfasst eine Fotoschau zu den Lebensmitteln der Welt, ein Spiel, bei dem man Essen mit allen Sinnen erkennen muss, einen Nutzgarten für die Kleinsten, einen Entdeckungsgang zu zwei symbolischen Produkten: Bananen und Kaffee, einen Spiel-Supermarkt, in dem man das bewusste Einkaufen lernen kann, und einen Videosaal mit Dokumentarfilmen über die Slow Food Presidi in Afrika. Die Ausstellung wird mit recycelbaren, umweltfreundlichen Materialien eingerichtet und von der Europäischen Union durch das Projekt 4Cities4Dev (www.4cities4dev.eu) finanziert, an dem Slow Food und die Ausstellungsstädte beteiligt sind.

Eintrittskarten gibt es hier.

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Salone del Gusto and Terra Madre Press Office:
c/o Slow Food: Tel. +39 0172 419645  [email protected]  [email protected]
c/o Regione Piemonte: Tel. +39 011 4322549 [email protected]
c/o Comune di Torino: Tel. +39 011 4423606  [email protected]
old.slowfood.com 

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