Die Schweiz auf dem Salone del Gusto und Terra Madre 2012

Eine Delegation aus der Schweiz, bestehend aus Köchen, Produzenten, sowie Vertretern von Slow Food, wird auf dem Salone del Gusto und Terra Madre 2012 in Turin vertreten sein. Einige Delegierte werden am Internationalen Slow Food-Kongress teilnehmen. Dort treffen sich die weltweiten Vertreter von Slow Food und Terra Madre, um über die Strategie der Organisation für die nächsten vier Jahre abzustimmen.

Die Schweiz präsentiert auf ihrem Stand des internationalen Markts einige Slow Food- Produkten der lokalen Presidi und zeigt weitere Präsenz während einer Reihe von Konferenzen, Dinnern und Geschmackserlebnissen.

Am 25. Oktober werden auf der Konferenz A new phase for Swiss Presidia: 22 branded projects (Eine neue Etappe für das Schweizer Presidia: 22 gebrandete Projekte) 22 mit der Marke Presidio Slow Food ausgezeichnete Projekte und das neue Label „Presidio Slow Food Schweiz“ vorgestellt. Vor kurzem hat Slow Food International der Schweiz die Verwendung des Labels genehmigt. 

Die Schweiz ist auch bei vielen anderen Geschmackserlebnissen mit dabei:

Der erste Workshop Over 700: How High can Vines go? (Über 700 Meter: Wie weit oben wächst Wein noch?) findet am 26. Oktober um 14.30 Uhr statt und bietet die Möglichkeit, den alpinen Weinbau zu entdecken. Es werden 6 Weine, des Weinproduzenten Fully, die im Wallis über 800 Meter angebaut werden, zur Verkostung angeboten. 

Auf dem Wood and Resin: traditions in Swiss Cheeses (Holz und Harz: traditionelle Schweizer Käse), das am 27. Oktober um 14.30 Uhr stattfindet, können die Teilnehmer Käse, der in Holz und Harz gereift ist, verkosten. Diese Tradition ist bisher eher unbekannt. Sechs Käsesorten, unter anderem der berühmte Vacherin Mont d’Or, werden vorgestellt. Die Käsesorten werden mit Weinen aus dem Wallis, Graubünden und der Weinregion von Lavaux und der Herrschaft verköstigt werden. 

Schweizer Käse wird auch in der Geschmackwerkstatt Classic Pairings: French Cheese and Champagne (Klassische Partner: Französischer Käse und Champagner) präsentiert. Zwei Schweizer Käse, der Vacherin Mont d’Or und der Etivaz wurden für diese Verkostung, die am 27. Oktober um 17.00 Uhr stattfindet, ausgewählt. 

Am 28. Oktober können Käseliebhaber das Event Raw Milk Cheeses From the World’s Pastures (Rohmilchkäse von den Weiden der Welt) besuchen, auf dem ebenso einige Käsesorten der Presidi von Slow Food Schweiz vorgestellt werden. Der Workshop findet um 19.30 Uhr statt. 

Ein besonderes Essen, genannt A Swiss Harvest Festival (Ein Schweizer Erntedankfest), findet am 28. Oktober um 13.00 Uhr im Haus der Familie Brandini in La Morra statt. Das Fest ist eine Tradition aus dem Kanton Freiburg, dort nennt man es Bénichon. Es wird das Ende der Feldarbeit und die Rückkehr des Weideviehs von den Alpen gefeiert. Das Menü, das in La Morra angeboten wird, bietet kulinarische Highlights, die traditionell während dieser Festtage gegessen werden: die Cuchaule, ein mit Safran gewürztes Brot, einen Lammeintopf mit leckerem Chilbisenf, Birnen aus Botzi sowie Meringue und dazu Crème double aus Gruyère. 

In diesem Jahr werden neun Produkte aus den Förderkreisen von Slow Food Schweiz vorgestellt:

Der Brenzer-Kirsch ist ein Schnaps aus der Zentralschweiz, der aus einer Vielzahl von einheimischen schwarzen Kirschen, die nur auf hohen Bäumen und ausschließlich für die Herstellung von Kirsch wachsen, destilliert wird.

Das Presidio der Pflaumen aus den Pflaumengärten des Tafeljura wurde geschaffen, um  die Erhaltung und Förderung dieser einzigartigen Landschaft, ein Erbe aus der Zeit, als lokale Bauernfamilien noch von der Subsistenzwirtschaft lebten, zu erhalten. Diese alten Obstgärten sind von neuen Sorten, die wirtschaftlich rentabler sind, bedroht.

Die Chantzet ist eine Winterrohwurst, die im Pays d’Enhaut hergestellt wird. Vor fünfzig Jahren stellten Familien die Chantzet mit Hilfe des Störmetzgers her. Diese Tradition ist allmählich verschwunden.

Der Sbrinz ist ein Käse aus Obwalden. Der besondere Schutz dieses Produkts wurde eingerichtet, um die Herstellung von qualitativ hochwertigen Produkten, die ausschließlich mit Milch der Sommerweiden produzierte werden, zu fördern. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf das Wohlergehen der Tiere und auf die Qualität des Futters gelegt.

Die Existenz der Hersteller von Dörrbohnen ist von der Globalisierung und der Einführung fremder Hybridsorten mit höheren Überlebensraten bedroht. Dank Slow Food wurde das Trocknen von Lebensmitteln als Handwerk und als Ausdruck der Authentizität regionaler und traditioneller Rezepte gerettet.

Die traditionelle Herstellung des Emmentalers aus dem Kanton Bern wird von einer  kleinen Gruppe von Käsern bewahrt, die sich damit gegen die industrielle und standardisierte Herstellung von Emmentaler Käse wehren. Sie möchten die traditionale Herstellung von Emmentaler, der dabei in natürlichen Höhlen reift, bewahren.

Der Alpziger ist ein dem Ricotta ähnlicher Käse, der aus Milch aus der Zentralschweiz produzierte wird. Das Presidio umfasst zwei Schweizer Käse, die jüngst dieser Tradition folgen. Es zielt auf die Förderung der Herstellung von Alpziger Käse und ähnlicher Käsesorten ab, um deren Produktion zu steigern.

Der Rohmilchkäse Vacherin aus Freiburg wird ebenso geschützt, da bis heute von 2500 Tonnen produziertem Vacherin (DOP) jedes Jahr nur 2% mit Rohmilch hergestellt werden. Es soll die Herstellung aus Rohmilch geschützt und gefördert werden, da die organoleptische Qualität dadurch zweifellos höher ist.

Die Furmagin aus Cion, ist eine Wurstspezialität des Kantons Graubünden, die mit Fleischresten vom Schwein hergestellt wird. Die Furmagin wird traditionell während der Schlachtung gegessen. Mit dem Verschwinden der Störmetzger verschwindet auch die Tradition des Furmagin. Ziel ist es, die Produktion wieder zu beleben und die Lieferkette durch die Förderung von lokaler Schweineaufzucht zu verkürzen.

Besuchen Sie die Schweiz auf der diesjährigen Messe und genießen und erfahren Sie mehr über das zum Teil fast vergessene kulinarische Erbe der Alpen.
 

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Eintrittskarten gibt es hier: http://salonedelgustoterramadre.slowfood.com/

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