Die Cheese 2021 nimmt Form an

Endspurt für die Vorbereitungen zur internationalen Großveranstaltung rund um Rohmilchkäse und verwandte Themenbereiche. Ab sofort ist die Presseakkreditierung online

 Heiße Phase für die Organisation der  Cheese 2021, die von 17. bis 20. September im italienischen Bra stattfindet. Trotz der weiter anhaltenden schwierigen Gesundheitssituation machen sich die Organisatoren von  Slow Food und der Stadt Bra bereit, ein breites Publikum von Besuchern, Erzeugern, Affineuren und Fachleuten aus aller Welt zu empfangen. Denn das gehört schließlich zum Erfolgsrezept dieses seit 1997 alle zwei Jahre stattfindenden Events, das sich auf der ganzen Welt großer Beliebtheit erfreut.

Oberste Priorität hat dabei natürlich die Sicherheit, deshalb sind alle Veranstaltungen der Cheese 2021 entsprechend den geltenden Bestimmungen nur für Besucher mit digitalem Covidzertifikat zugänglich (dem so genannten Green Pass). Diese Regeln befolgen die Dekrete der italienischen Regierung zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie, und können  bei entsprechenden Regierungsbeschlüssen Änderungen unterliegen. Alle aktuellen Regelungen werden auf der Webseite https://cheese.slowfood.it/en/ veröffentlicht.

Der italienische und internationale Markt der Cheese beherbergt wieder die besten Erzeugnisse von zahlreichen Käseherstellern, Hirten,  Käsehändlern und Affineuren aus der ganzen Welt. Die zum Verkauf stehenden Käse — ob aus Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch —werden ausschließlich aus Rohmilch von Betrieben hergestellt, die auf das Wohlbefinden der Tiere achten, ganz in Einklang  mit der Philosophie von Slow Food und der Kampagne zum Tierschutz, die  seit der ersten Ausgabe prägend für die Cheese ist. Das wird auf der Cheese 2021 besonders deutlich, und zwar schon anhand des diesjährigen Themas: Respekt für die Tiere. Es gibt dafür verschiedene Ansätze, von der philosophischen bis hin zur praktischen Ebene, die auf dem Markt Ausdruck findet.

Auch dieses Jahr wollten italienische und internationale Aussteller es sich nicht nehmen lassen, bei der wichtigsten Veranstaltung rund um natürlich hergestellte Käse zugegen zu sein. Die pandemiebedingten Unsicherheiten wurden hintangestellt ­ der Wille, sich zu treffen, Erfahrungen und Eindrücke auszutauschen und sich wieder mit dem fachkundigen und begeisterten Cheese-Publikum auseinanderzusetzen, war stärker. Davon zeugt der rege Zuspruch von Erzeugern, Käsern und Affineuren aus dem ganzen Piemont. Paradebeispiele sind natürlich wieder die Slow Food Presidi: Coazze Cevrin, Saras del Fen, Macagn, Almweiden-Castelmagno, Toumin dal Mel und der große institutionelle Stand der Region Piemont, an dem die Besucher Informationen zu den historischen alpinen ggU-Erzeugnissen und den brandneuen Projekten im Milchprodukte- und Käsesektor finden können. Hunderte Stände warten darüber hinaus mit den Caciocavallo-Käsesorten aus Süditalien, den Toma-Sorten aus der Alpenregion sowie vielfältigsten Blauschimmelkäsen und Ziegenkäsen unterschiedlichster Art auf.

Unter den Affineuren sticht der Spanier Pascual Cabaño mit den edlen Käsesorten der Käserei Rey Silo sowie die Slow Food Community des Santiago-Weges hervor, die traditionelle asturische Käsesorten sowie Apfelwein, Honig und Marmeladen präsentiert. Aus Madrid reisen der Betrieb Poncelet mit über 150 Käsesorten sowie die Queseria Cultivo mit ihrem Isla Corazon an.

Keinesfalls fehlen dürfen natürlich die französischen Affineure, wie Joseph Paccard, der gemeinsam mit seinen Söhnen seit 1990 in Kleinbetrieben erzeugte Rohmilchkäse selektiert, darunter den uralten Reblochon; auch mit dabei Marcel Petite mit seinem Comté Fort St Antoine.

Auch die Käsespezialisten aus Deutschland, Belgien, der Schweiz, Schweden und Portugal stehen dem in nichts nach; ebensowenig natürlich die Italiener, wie die legendären Guffanti di Arona und Giandomenico Negro mit seinen erstaunlichen Experimenten im Bereich der Affinage, oder Matteo Villa, der mit den besten Toma-Sorten aus den Tälern Valchiusella, Orco und Soana aufwartet, die aus Rohmlich von Kühen der Sorte Valdostana Pezzata Rossa hergestellt werden.

Der Schweizer Betrieb Gourmino präsentiert dem Publikum den Traditionellen Emmentaler  von  kleinen Käsereien, die der industriellen Homologisierung trotzen, sowie den Alp-Sbrinz, beide Slow Food Presidi. Besonders hervorzuheben ist auch die umfangreiche Gruppe von Presidi aus der italienischen Alpenregion Trentino-Südtirol, die sich ganz im Nordosten des Landes befindet: Puzzone di Moena aus Almmilch, Vezzena, der im Val di Sole, Rabbi und Pejo hergestellte Rohmilch-Casolét, der Alm-Trentingrana und der Ahrntaler Graukäse.

Auch der bekannteste natürliche Käse der Welt, der Parmigiano Reggiano, ist natürlich auf der Cheese vertreten: Das Schutzkonsortium  und Dutzende Hersteller sind mit von der Partie, darunter auch der Stand des Presidios von einem besonderen Parmesan, der aus der Milch der weißen Modeneser Kuh gewonnen wird, von der es heute im Vergleich zu den 140 Tausend Exemplaren in den 50er Jahren nur nur wenige Hundert Kühe gibt.

Eine Sonderstellung unter der traditionellen italienischen Käsesorten nimmt auch der Schafmilchkäse Pecorino in seinen vielfältigen Formen ein: von dem Maremmaner Rohmilch-Pecorino aus der Toskana über den sardischen Hirtenkäse Fiore Sardo, der auf der Insel auf eine jahrtausendalte Tradition zurückblicken kann, bis hin zum Fresa-Käse aus Ittiri. Vertreter aus Süditalien sind der PodolicoCaciocavallo aus der Basilikata und der sizilianische Vastedda aus dem Belice-Tal.

Nicht wegzudenken von der Cheese sind die institutionellen Stände der verschiedenen Regionen Italiens, die  eine richtiggehende Italien-Rundreise ermöglichen. Neben dem bereits erwähnten Stand der Region Piemont findet man die Nachbarregion des Aosta-Tals. Auf dem Stand von Friaul Julisch-Venetien hingegen kann man Hersteller kennenlernen, die sich durch besondere Nachhaltigkeit auszeichnen und für ihre Produkte ausschließlich Rohmilch verwenden. Im Bereich der Region Apulien mit ihrem Park der Oberen Murgia wird den Besuchern in Zusammenarbeit mit Slow Food Apulien das Thema der Transhumanz nahegebracht. Interessant auch Umbrien mit der Gemeinde Gualdo Tadino. Slow Food Sizilien ist nicht nur mit einem institutionellen Stand und Verkostungsmöglichkeiten vertreten, sondern unterstützt auch die Präsenz der Slow Food Presidi der Region und weiterer sizilianischer Hersteller.

Die Cheese 2021 wird von Slow Food in Zusammenarbeit mit der Stadt Bra organisiert. Die Veranstaltung wird durch die Unterstützung von Partern ermöglicht, die die Werte und Ziele der Veranstaltung teilen. Hauptpartner: BBBell, BPER Banca, Consorzio del Parmigiano Reggiano, Egea, Pastificio Di Martino, Quality Beer Academy (QBA) und Reale Mutua.

 

Cheese Pressestelle

Slow Food: Paola Nano (329 832 1285); Alessia Pautasso +39-342-864 1029); [email protected]

Stadt Bra: Elena Martini, Roberto Buffa;  +39-0172-438278; [email protected]

 

old.slowfood.com – www.comune.bra.cn.it

 

 

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